Thema & Kontext

Bürgerschaftliches Engagement und die Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Partnerorganisationen ist an Hochschulen in ganz Deutschland bereits weit verbreitet. Dies zeigt sich unter anderem bei der Bewältigung der aktuellen Flüchtlingssituation, für die sich neben zivilgesellschaftlichen Organisationen zahlreiche studentische Initiativen und Angehörige von Hochschulen engagieren. Neben persönlichem Engagement übernehmen Hochschulen aber auch als Institutionen gesellschaftliche Verantwortung und engagieren sich für das Gemeinwohl.

Einschlägige Förderprogramme wie Mehr als Forschung und Lehre und Campus & Gemeinwesen stoßen bei den Hochschulen auf große Resonanz, Veranstaltungsangebote zu Themen wie „Third Mission“, „Service Learning“ und „Campus Community Partnerships“ erfreuen sich zunehmender Aufmerksamkeit. Das Hochschulnetzwerk Bildung durch Verantwortung e.V. ist seit seiner Gründung 2009 von fünf Hochschulen auf eine Mitgliederzahl von über 30 Hochschulen angewachsen.

Das Interesse von Politik und Bürgerschaft an der zivilgesellschaftlichen Öffnung von Hochschulen nimmt zu und Hochschulen greifen dieses Interesse in Form von neuen Partnerschaften mit außeruniversitären Organisationen auf. Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern hat jüngst eine Vereinbarung vorgelegt, die „auch das Ziel verfolgt, die Kooperation von Hochschulen untereinander und mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie der Wirtschaft und anderen gesellschaftlichen Akteuren in regionalen Verbünden, Netzwerken oder neuen institutionellen Formen strategisch auszurichten und zu stärken“ (Quelle: Informationsdienst Wissenschaft).

Vor diesem Hintergrund findet die Veranstaltung in Kooperation mit mehreren Partnerorganisationen und Netzwerken statt. Sie wird im Rahmen des bayerischen Dialogforums „Campus & Gemeinwesen“ in Zusammenarbeit mit dem Hochschulnetzwerk Bildung durch Verantwortung e.V., dem Stifterverband sowie weiteren Partnern organisiert. Gastgeber und Veranstalter sind die Hochschule Neu-Ulm, die Hochschule Augsburg, die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt und das Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern e.V.

Alle unterschiedlichen Gruppen von Beteiligten (von der Hochschulleitung bis zu den Studierenden, von Vertretern zivilgesellschaftlicher Einrichtungen bis hin zu Regionalpolitikern) sind eingeladen, an der Tagung nicht nur teilzunehmen, sondern sich auch aktiv einzubringen. Interaktive Veranstaltungsformate sollen dabei einen Austausch auf Augenhöhe ermöglichen.